00:00:03: Man nimmt das Personal, man nimmt die Medikamente und der Ausrüstung.
00:00:06: Die Schätzungen gehen dahin, dass ca.
00:00:08: achtzig Prozent der Gesundheitsinfrastruktur von Konflikt beeinflusst sind.
00:00:13: In Rwanda ist es ganz wichtig,
00:00:16: dass Land rehabilitiert wird und landbefestigt wird.
00:00:19: Schwierig dabei ist halt, wenn wir beginnen an den falschen Stellen zu sparen.
00:00:25: Österreichisches Rotes
00:00:26: Kreuz – Der Podcast.
00:00:32: Ja, damit herzlich willkommen.
00:00:33: schön dass Sie zuhören.
00:00:34: Isabella Richter ist mein Name und ja ich freue mich wie immer sehr das sie mit dabei sind und begrüße sie zu dieser neuen Folge unseres Podcasts!
00:00:45: Der Bürgerkrieg im Sudan der ging im April, zwanzig sechsundzwanzig jetzt in sein viertes Kriegsjahr.
00:00:51: die Situation vor Ort gilt laut UNO als größte humanitäre Krise der Welt und die Lage verschlimmert sich weiter und zwar natürlich durch den Krieg in der Ost.
00:01:02: was das jetzt konkret für Auswirkungen im Sudan hat.
00:01:05: Das beleuchten wir heute unter anderem in dieser Ausgabe, außerdem hören wir wie sich das österreichische Rote Kreuz in so vielen wichtigen nachhaltigen Projekten in Afrika engagiert und da begrüße ich auch gleich meine heutigen Gäste.
00:01:21: zu geschalten ist Michaela Pichler.
00:01:23: Hallo liebe Michaela.
00:01:25: Hallo
00:01:26: Schön dass du dir Zeit nimmst.
00:01:27: Du bist die Leiterin des Afrikateams beim österreichischen Roten Kreuz.
00:01:32: Ja, genau.
00:01:33: Herzlichen Dank für die Anladung ins Studio!
00:01:36: Sehr gerne und ich begrüße Chris Bachdruck.
00:01:39: du bist beim Roten Kreuz Koordinator für internationale Katastrophen- und Krisenzuständig.
00:01:43: Richtig
00:01:44: hallo!
00:01:44: Schön dass du da bist freut mich sehr.
00:01:47: Michaela vielleicht erzählst du uns so ein bisschen mal seit wann bist du eigentlich beim roten kreuz?
00:01:52: Wie hat es dich dort hin verschlagen und wie ist so dein Werdegang?
00:01:57: Ja, ich bin es jetzt mittlerweile wirklich langer Zeit beim Roten Kreuz.
00:02:01: Es sind schon achtzehn Jahre und ich habe begonnen im institutionellen Funding-Bereich.
00:02:10: Das heißt damals war das Rote Kreuz in Österreich noch sehr fokussiert auf multilaterale Hilfe für die Federation, für das IKHK und wenig bilateral.
00:02:22: Das heißt wir haben wenig bilaterale Partner gehabt und mit diesem institutionellen Funding was ich über die nächsten zehn Jahre aufgebaut habe, haben wir dann wirklich beträchtige Volumina erhalten um auch bilateralle Zusammenarbeit zu ermöglichen.
00:02:38: Seit drei Jahren bin ich jetzt in der Leitung von Team Afrika.
00:02:42: Wie sich das Ganze entwickelt hat und wieder auch das Status quo momentan von den Projekten,
00:02:48: ist.
00:02:48: darauf kommen wir dann auch später noch zu sprechen.
00:02:51: Chris vielleicht erzählst du mir ein bisschen wie es dich eigentlich so worden Gold verschlagen hat?
00:02:57: Puh!
00:02:58: Das ist mittlerweile jetzt schon vierzehn Jahre her.
00:03:01: Ich habe damals zuerst auch im Sudan gearbeitet und danach nach neuen Jobmöglichkeiten umgeschaut Und bin dann irgendwie über einen Kollegen auf eine Ausschreibung beim Roten Kreuz gekommen und habe mir beworben.
00:03:18: Ich bin damals als Projektmanager in Haïti gelandet, nach Merb-Beben für eineinhalb Jahre und bin eigentlich seitdem durchgehend dabei jetzt entweder bei Münsterischen Rotenkreuz oder bei Partnerorganisationen.
00:03:36: Wunderbar!
00:03:37: Ja, ist halt sehr quasi Experte-Expertin von zwei, wenn man so will ganz wesentlichen wichtigen Sollen des Roten Kreuzes und zwar Ducris in erster Linie für die akute humanitäre Hilfe.
00:03:50: Und die Michaela jetzt eher für die langfristigen humanitären Hilfen.
00:03:55: Beides brauchen wir in Afrika ja leider Gottes.
00:04:00: aber wir teilen das heute auch ein bisschen auf und starten jetzt einmal mit der Aktuellen sehr akuten Situation im Sudan, da bist eben Christu federführend tätig.
00:04:12: Ich habe es vorhin schon angesprochen.
00:04:14: Viertes Kriegsjahr für die Menschen dort im Sudan.
00:04:18: Erzähl mal ein bisschen wie kann man sich das vorstellen?
00:04:20: Wie geht's den Menschen vor Ort?
00:04:22: Wie viele sind eigentlich auf humanitäre Hilfe tatsächlich angewiesen?
00:04:27: Da hast du sie schon erwähnt.
00:04:28: Der Sudan ist derzeit eine der, wenn ich die schlimmste humanitärige Katastrophe zumindest von den Ausmaßen her betrachtet, wir haben eine Bevölkerung von von fünfundzwanzig Millionen Menschen.
00:04:41: Also die Schätzungen gehen da so ein bisschen auseinander.
00:04:43: zwischen fünf und zwanzig bis dreißig Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
00:04:47: Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
00:04:51: Und vergleichsmäßig das sind so viele Leute wie in ganz Australien leben.
00:04:54: Es ist sehr dünn besiedelt zugegebenermaßen aber es sind auch einfach Ausmaße, die man sich sehr schwer sehr schwer vorstellen kann.
00:05:05: Den Menschen geht es nach drei Jahren Krieg.
00:05:09: Ich glaube, schlecht ist eine massive Untertreibung.
00:05:13: Das Land ist de facto zweigeteilt.
00:05:16: Wir haben Regionen im Osten und im Westen die sich bis zum Gewissen gerade ein bisschen stabilisiert haben, die in der Vergangenheit sehr stark von Verhandlungen betroffen worden sind, wo sie sich ein bisschen beruhigt hat.
00:05:31: Wir sehen auch, dass Menschen teilweise wieder in die Gebiete zurückkehren, aus denen sie ursprünglich geflohen sind.
00:05:39: Aber generell mangelt es den Menschen natürlich anhalmer als Nahrung medizinischer Hilfe, Wasser, Sanitärversorgung Unterkünften und vor allem was wir nicht vergessen dürfen psychosoziale Unterstützung.
00:05:51: weil die Traumata des Krieges das muss erst mal aufgearbeitet werden auch.
00:05:56: Vor allen Dingen für die Kinder auch?
00:05:58: Natürlich ja!
00:05:59: Also keine Woche vergeht, ohne Angriffe auch eben auf die Zivilbevölkerung.
00:06:04: Gibt es dort eigentlich noch so was wie eine zivile Infrastruktur nach drei Jahren Krieg?
00:06:10: Gibt's da noch Schulen, Spitäler?
00:06:14: Wie gesagt das Land ist ja de facto mehr oder weniger zweigeteilt.
00:06:19: zu Beginn des Konflikts oder seit Beginn der Konflikte hat es aber keine Regionen gegeben, die nicht mittelbar oder unmittelbar auf die eine oder andere Art von Konflikt betroffen sind.
00:06:29: Schätzungen gehen dahin, dass ca.
00:06:32: achtzig Prozent der Gesundheitsinfrastruktur also von einem einfachen Gesundheitszentrum bis hin zum Spital- oder Krankenhaus vom Konflikt beeinflusst sind.
00:06:43: Entweder total beschädigt oder teilweise beschädigte mangelndes Personal, mangelnde Medikamente, mangende Ausrüstung.
00:06:51: das heißt es gibt grundsätzlich noch einen gewissen Grad an Infrastruktur aber Der ist quasi
00:06:59: nicht da.
00:07:00: Wie schauts mit Trinkwasser aus?
00:07:02: Trinkwassern ist im Konflikt natürlich auch immer ein riesengroßes Problem.
00:07:07: Im Sudan sind die Trink-Wasserversorgung vor allem in den ländlichen Gebieten in der Vergangenheit schon vor dem Konflik immer sehr schwierig gewesen, man denkt an Handbrunnen und kleinere Wasserversorgungsnetzwerke, die die Gemeinden oder normalen Bevölkerungsgruppen heute genutzt haben Und in großen Städten halt größere Leitungsnetzwerke.
00:07:31: In den Städtern ist ein sehr großer Teil von den Leitendungsnetzerken zerstört oder beschädigt, also vor allem in grossen Städtern wie Kartum-, Omdoman- oder Alubet, wo man normalerweise jetzt, wenn das jetzt ganz normal, unter Anfangstechnik normaler Katastrophenreinsatz wäre Dann würde man versuchen mit lokalen Vertragspartnern und Serviceprovidern, da die Netzwerke wieder in den Stand zu setzen.
00:07:58: Nur dies im Servershof von Konflikt beeinflusst – das ist ein Material fehlt, es fehlt an Ressourcen, es fällt am Personal.
00:08:06: Es ist unglaublich schwierig, da jetzt wieder Sachen aufzubauen.
00:08:11: Und was wir auch oft vergisst sind... ist das Sanitärbereich, also Klärenlagen.
00:08:16: Die größten Klärenlagen im Inkartum und Umgebung sind beschädigt,
00:08:21: d.h.,
00:08:21: dass die Abwässer direkt in die Flüsse hineingeleitet werden und dadurch entstehen natürlich auch wieder Krankheiten, Kolorei etc.
00:08:28: Also es ist...die Wasser- und Sanitärversorgungssituation ist ziemlich traumatisch.
00:08:33: Das schon die Krankheiten angesprochen?
00:08:35: Es fehlt an allem.
00:08:36: welche Medikamente werden am dringendsten gebraucht?
00:08:39: aktuell
00:08:40: Wir sprechen vor allem von Medikationen gegen Malaria, IV-Medikation, Medikamente gegen Durchfallerkrankungen.
00:08:48: Aber auch unter anderem Nahrungsergänzungsmittel und medizinischen Notrationen gegen Unterernährung.
00:08:53: Und das sind für Kinder wahnsinnig wichtig!
00:08:57: Wie viele andere Organisationen sind davon betroffen?
00:09:01: Dass der Gesundheitssektor im Land einfach so niederschwellig nur funktioniert und wir da teilweise auch sehr stark stützen müssen.
00:09:10: Es ist nur so, dass in den Kliniken generell die Medikamente einfach knapp werden und aufgrund der Kürzungen der internationalen humanitären Hilfe, der logistischen Schwierigkeiten, die in jüngster Zeit entstanden sind es auch keine Pufferbestände gibt.
00:09:27: also Wir haben Partnerorganisation bei den mehrere hunderttausend Euro an Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln irgendwo feststecken?
00:09:39: Du hast gerade die Lieferengpässe angesprochen.
00:09:43: Der Krieg in Naost hat natürlich die Lage massiv verschlimmert im Sudan, eingeschränktes Schiffsverkehr über die Straße von Hormuz.
00:09:52: was bedeutet das für den Sudan?
00:09:54: ist es ja tatsächlich so dass Du bei so ein ganz wichtiges Drehkreuz ist für die Hilfsküter dorthin, oder?
00:10:04: Das ist richtig und in diesem Zusammenhang sind eigentlich mehrere Aspekte betroffen.
00:10:10: Zum einen ist der Iran ein wichtiger Erdöllieferant vor allem auch für den Sudan- und unmittelbar andere Golfstaaten.
00:10:19: auch das heißt was im Sudern derzeit passiert ist dass die Treibstoffpreise wie in vielen anderen Ländern massiv in die Höhe gegangen sind Teilweise um fünfzig Prozent.
00:10:28: Das heißt, alles wird teurer.
00:10:30: Die Lebensmittel werden teurer, Transport lokal wird teuerer, die Inflation im Land steigt und darunter leiden Menschen, die jetzt als vom Krieg betroffen sind, umso mehr.
00:10:42: Zum anderen ist es ein massiver Impact auf die Landwirtschaft im Sudan.
00:10:46: Der Sudan importiert großen Teils seines Düngerbedarfs auch aus den Golfstaaten über fünfzig.
00:10:55: Das heißt, die Preise für Dünger steigen.
00:10:59: Die Bauern setzen weniger Insektenschutzmittel und dergleichen ein was wiederum dazu führt dass die Ernte erträge wahrscheinlich massiv einbrechen werden.
00:11:10: das kann man jetzt schon absehen.
00:11:13: Und wir schauen da sehr besorgt aufs dritte Quartal In diesem Jahr, wo dann die Erntezeit wieder beginnt – weil in Kombination mit einer derzeitigen laufenden Hitzewelle und schlechten Regenprognosen die Schätzungen dahingehend, dass das eine um wesentlich höhere Anzahl an Menschen von der Nahrungsmittel-Krise oder auch Nahrungsmittelmangel betroffen sein wird.
00:11:39: Und der dritte Punkt, wie du es ja erwähnt hast, Dubai ist eine große Drehscheibe.
00:11:44: Jetzt nicht nur für uns sondern auch für andere humanitäre Organisationen und viele Partner haben da mehrere hunderttausend bis Millionen Euro an Hilfsgütern die dort jetzt feststecken.
00:11:57: Warum?
00:11:59: Weil sehr viele von den Gütern entweder aus Dubai direkt verschifft werden oder aus dem asiatischen Raum bezogen werden.
00:12:06: Da leben wir zum Beispiel Medikamente also.
00:12:10: Die gelangen über sehr große Hochsee-Containerschiffe nach Dubai, wo sie noch auf kleinere Schiffe umgeladen werden.
00:12:20: Und diese kleineren Schiffe können dann die lokalen Häfen anlaufen.
00:12:23: Von diesen großen Umschlagshäfen gibt es aber jetzt in der Region nur Handvolle und wenn da einer ausfeuert – also duhm man abhängig von der Straße vom Homo selbst – auch wenn da eine von diesen Häfen ausfeut ist das natürlich ein.
00:12:37: Das sind unglaubliche logistische Auswirkungen.
00:12:40: Und wir haben zum Beispiel den Fall gehabt, wo konkret Behandlungskits für Kohlerer Erkrankungen – das ist so ein Augungsergänzungsmittel zur Behandelung der Durchfallerkrankung, dass die in Dubai festgesteckt sind.
00:12:54: Wenn nicht quasi diese Container ist einfach dort festgestreckt und konnte nicht umgeschifft werden.
00:12:59: Das heißt, wir waren dann gezwungen, dass wir alternative Lieferketten für diese Güter finden.
00:13:06: Und das kostet Zeit und es kostet Geld.
00:13:09: Es kostet das Geld, das wir nicht haben.
00:13:10: Und es koste Zeit, die Menschen vor Ort nicht zu haben.
00:13:14: Wahnsinn!
00:13:15: Jetzt bist du da so intuiter, sodass es dein Gebiet ist, mit welchen Beobachtest du diese Entwicklungen?
00:13:23: Also wie geht's dir damit?
00:13:30: Nicht wahnsinnig gut.
00:13:31: Es ist momentan, es ist nicht wahnsinnigerfreulich weil wir halt immer wieder mit neuen Problemen, neuen Hürden und neuen Schwierigkeiten konfrontiert werden und gleichzeitig halt hautnah das Leid der Menschen vor Ort mitbekommen.
00:13:50: Vor allem auch aus Erzählungen von Kollegen die vor Ort sind aus Berichten von Betroffenen und die Situation ist wirklich schlimm.
00:13:59: Und ich glaube, in Zusammenhang auch mit meiner Logistik, andererseits mit den Hilfsmitteln... mit den finanziellen Mitteln, die in letzter Zeit auch...
00:14:13: Genau.
00:14:14: Die gehen ja zurück.
00:14:15: Die weltweit einfach die humanitären Mittel werden gekürzt.
00:14:20: Ich weiß was könnte das bedeuten?
00:14:23: Also da wird ja jede Hilfe gebraucht und jetzt wird es auch noch gekürzzt.
00:14:26: Was bedeutet das für den Soudanen?
00:14:30: Also konkret heißt es dass wir in der Lage sind weniger Menschen zu erreichen und das heißt de facto dass das Leiter betroffenen größer sein werden Im schlimmsten Fall ein stärkerer Verlust, ein erhöhter Verluster von Menschenleben.
00:14:47: Es heißt für uns auch, dass wir stärker vom privaten Spenden und Initiativen abhängig sind.
00:14:51: Und es heißt aber auch das wir halt natürlich auch intern schauen wie können wir effizienter sein?
00:14:57: Wie können wir die humanitäre Hilfe so effiziente wie möglich gestalten?
00:15:03: Schwierig dabei ist, wenn wir beginnen an den falschen Stellen zu sparen und ihr redet da nicht nur von uns als Rotes Kreuz sondern generell die humanitären Organisationen Dann hat das auch wieder fatale Konsequenzen, weil jede Personalresource die wir einsparen ist eine Person, eine Funktion und eine Hand.
00:15:20: Die dann fehlt damit die nötigen Schritte gesetzt werden, damit in diesem sehr komplexen Kontext trotzdem noch Menschen versorgt und unterstützt werden können.
00:15:29: Das ist natürlich schwierig!
00:15:32: Du sprichst da einen ganz wesentlichen Punkt an... auch so das Gefühl, dass einfach Privatpersonen irgendwie spenden müde wenn man das jetzt mal so nennen will.
00:15:45: Es ist alles schrecklich.
00:15:46: die Krisen werden immer mehr katastrophen werden mehr.
00:15:49: das ist furchtbar.
00:15:49: aber ich kann da jetzt auch nicht unbedingt was dran ändern.
00:15:54: spürst du das auch?
00:15:58: Ja, es ist natürlich wenn man mit Freunden und Bekannten im bekannten Kreis so ein bisschen sich umhört und redet dann fallen immer wieder solche Sätze.
00:16:09: Ich kann das bis zum Gießen gerade verstehen.
00:16:11: Es ist ja menschlich dass die Leute nur begrenztes Fassungsvermögen für Krieg und Leidung Katastrophen haben Und irgendwann einfach abschalten und sie denken was soll ich da machen?
00:16:21: In unserem Gespräch bisher wir haben uns jetzt auf darauf fokussiert, wie schlimm und furchtbar das Ganze ist.
00:16:27: Und es ist einfach teilweise wirklich schwer zu fassen vor allem die Ausmaße von dem Ganzen.
00:16:33: Aber dann
00:16:33: kommen wir vielleicht genau dorthin dass man irgendwie sagen was passiert mit dem ganzen Geld?
00:16:38: Was macht das rote Kreuz jetzt wirklich vor Ort um die Lage zu verbessern?
00:16:42: Genau ich finde das ist ein wichtiger Punkt weil es rückt so ein bisschen in den Hintergrund was daß die Hilfe ankommt zum Beispiel Und das ist auch Fehler, die man eigentlich übersieht.
00:16:54: Ich kenne da gleich drüber reden quasi was wir konkret machen, aber was irgendwie immer Frage ist wann man zuletzt... Warum liest man nie eine Schlagzeile wie zum Beispiel?
00:17:02: Die einen das rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen erreichen dreißig Millionen Menschen im Sudan.
00:17:07: Das ist nämlich ein Faktum Wie die humanitäre Die humanitäre Bewegung erreicht im Sudan Menschen.
00:17:16: Wir erreichen dort Menschen, wir unterstützen dort Menschen und ich habe so manchmal das Gefühl dass die Leute fast nicht mehr glauben wenn man irgendwie sagt hey es ist schlimm, es ist furchtbar aber wir schaffen dort wirklich eine Veränderungen zum Positiven.
00:17:33: Ja so sind nun mal Schlagzeilen aufgebaut.
00:17:38: Das negative triggert uns mehr als das positive.
00:17:42: Absolut, aber wie gesagt ich glaube dass da dadurch auch so ein bisschen hoffnungslosig keilen steht und eine Passivität.
00:17:49: Und wenn man sich jetzt anschaut der sudanesische Rote Halbmond und Partnerorganisationen also unter anderem auch durch unsere Unterstützung vom österreichischen Rottenkreuz haben insgesamt im Sudan bis jetzt geschafft seit Beginn des Konfliktes neun Millionen Menschen zu erreichen.
00:18:05: Also das ist mehr als die gesamte Bevölkerung von Österreich.
00:18:08: Und da zählen dir dazu, die zum Beispiel ein oder mehr warme Mahlzeiten bekommen haben oder Decke Schlafmöglichkeiten Unterkünfte Bargeldhilfe über eine halbe Million, die durch erste Hilfe oder Sanitätseinsätze gerettet werden konnten.
00:18:28: Das
00:18:29: sind schon
00:18:29: Zahlen!
00:18:30: Ja wirklich?
00:18:33: Der sudanesische Rote Albemond hat unter anderem, in zwei Jahren verteilt an geflüchtete Personen.
00:18:44: Internationaler Rotkreuz ist momentan dabei die Wasserversorgung für zwei Komma vier Millionen Menschen wieder herzustellen.
00:18:51: Das ist größer als Wien!
00:18:54: Das sind wirklich große Ausmaße, von denen wir reden.
00:18:57: Es sind Krankenhäuser unterstützt worden, es könnten über eine halbe Million Menschen in Krankenhäusern durch unsere Hilfe behandelt werden und da eben jetzt von Kohlera bis zu chirurgischen Eingriffen auch über Gebotenunterstützung.
00:19:10: also das deckt die komplette Palette ab.
00:19:13: Also ein Aspekt was ich... Bevor ich in der Internet ist, aber ein Aspekt den noch anbringe.
00:19:18: Da darf es immer
00:19:18: da!
00:19:19: Ja natürlich... Aber was das internationale rote Kreuz unter so'n näsische Rote Halbmond im Partnerschaft auch machen Das ist der Suchtdienst.
00:19:29: Also in dem Krieg werden ja unglaublich viele Familien und Beziehungen auseinandergerissen Und seit dem Beginn des Konflikters ist durch dieses System Personen, Suche und Kommunikations- etablierung.
00:19:46: Es gelungen dass man sechzig tausend Familien ermöglicht hat ihre geliebten Menschen entweder wiederzufinden oder mit ihnen in Kontakt zu bleiben quer über dieses Land hinweg von Flüchtlingslagern im Kriegsgebiet also in die umkämpften Gebiete bis ja das ist wirklich es passiert was und berührt auch die Menschen vor Ort.
00:20:05: Man kann was Positives bewirken.
00:20:07: Gibt es auch eine eigene Podcast-Folge zum Thema Suchtdienst, wo ja wirklich das österreichische Rote Kreuz wirklich auch massiv dabei ist und da wirklich viel unterstützt?
00:20:18: Richtig!
00:20:19: Das hat sich sehr in der Podcastfolge abgedeckt.
00:20:23: aber das ist ein globales Netzwerk, wo auch aus dem Ausland Menschen in den betroffenen Ländern, in den Betroffenen Konfliktgebieten Kontakt zu ihren zu ihren Familien und Bekannten wiederherstellen können.
00:20:35: Ja, und dafür braucht es das Geld?
00:20:36: Und dafür wird das Geld auch aufgebraucht für eben genau solche wichtigen Dinge.
00:20:44: Gibt's noch irgendwelche Initiativen die du gerne erwähnen würdest, die ihr im Sudan am Start habt?
00:20:53: Was wir im Sudan auch... Also was wir als Kreuz-Rothalben-Bewegung auch machen und ich glaube das ist auch ein sehr wesentlicher Punkt der immer wieder besonders untergeht ist psychosoziale Unterstützung von betroffenen Personen.
00:21:08: Darin, also das kann man sich so fangen und es geht von niederschwelliger, psychologischer erster Hilfe einfachen, also Gesprächstherapien auf einem einfachen Niveau bis hin zur Schaffung von sogenannten Safe Spaces.
00:21:21: Also Menschen die aus unmittelbaren Konfliktgebieten geflüchtet sind und schlimmste traumatische Erlebnisse hinter sich haben, Familien mit Kindern dass man denen einen Raum gibt, wo ganz banal teilweise Kinderspielplätze in einem Unterhaltungsprogramm gleichzeitig den Eltern Raum gibt ihre eigenen Geschehnisse aufarbeiten zu können.
00:21:46: Bisschen wieder einen strukturierten Tagesablauf zu etablieren sich auf andere Dinge konzentrieren und so langsam beginnen.
00:21:56: Das sind Geschehnisse das geht nicht vor heute auf morgen weg
00:21:59: Aber es sind einfach kleine Musiksteinchen.
00:22:01: So ist es, wieder halbwegs zu funktionieren in diesem nach diesem schrecklichen, was sie erlebt haben?
00:22:06: Ja die Geflüchteten angesprochen.
00:22:10: Die Krise im Sudan bleibt ja jetzt nicht an den Grenzen stehen.
00:22:14: Welche Auswirkungen hatten jetzt der Konflikt zum Beispiel auf den Südsudanen, auf Ägypten und auf Äthiopien, Uganda usw..
00:22:27: Das ist ein sehr großes Thema.
00:22:28: Vielleicht kann ich mich erinnern davon, weil sie es auch vor allem auf Äthiopien da, wo wir eine eigene Delegation haben das österreichische Rote Kreuz.
00:22:39: Viele der Geflorenen sind natürlich in die Nachbarnänder geflüchtet und jetzt hat je nach Land selbst stellt es einen massiven Druck auf die lokale Bevölkerung zuzudanis selber in Krisen Gebiet, wo Teile des Landes von Konflikt betroffen sind.
00:23:00: Südsudan ist auch ein Land zum Beispiel das, wo nach wie vor auch Krankheitskollera und Tourkatastrophen in Flutungen haben wir gerade gehabt.
00:23:08: Nach wie vor problematisch sind und da jetzt quasi noch eine Flüchtlinge von über einer Million Menschen aus dem Sudan aufzunehmen eine unglaubliche Herausforderung.
00:23:23: Und da unterstützt aber auch wieder das Rotkreuz-Nettwerk mit dem südsonanesischen Roten Kreuz und dem internationalen Roten Kreuz.
00:23:30: Der Chad hat extrem viele Flüchtlinge aufgenommen, Ägypten über ein bis fünf Millionen ist glaube ich das Land das am meisten aufgenommen hat.
00:23:38: Auch hier sind es halt immer die nationalen Rotkreuzzesellschaften mit unseren Dachverbänden, die hier versuchen um Menschen zu unterstützen.
00:23:50: Kurz gesagt, es ist natürlich auch für diese in diesen Ländern eine Herausforderung die selber teilweise mit Konflikt wirtschaftlichen Problemen eine Zeitrat zu kämpfen haben.
00:24:00: Dort Menschen unterspringen aber trotzdem wird getan und versucht nach besten Möglichkeiten auch diesen Menschen unter diesen Umständen diese zu unterstützen.
00:24:11: Vielleicht gehen wir das einmal weiter.
00:24:13: zur Michaela, liebe Michaela.
00:24:16: Gibt es von deiner Seite was zur Fluchtbewegung jetzt?
00:24:18: Da Chris hat Ethiopin angesprochen, gibt's da etwas dazu zu sagen?
00:24:23: Ja natürlich also in Äthiopen gerade im Wessen von Äthipent wo die Flüchtlinge vom Sudan immer mehr hineingesturmt sind Und ich habe das jetzt vor ein paar Wochen gesehen, wo ich in der Nähe von Gambella gewesen bin.
00:24:36: Gibt's große Gebiete, wo Flüchtlinge angesiedelt worden sind
00:24:42: und
00:24:44: unterstützt von verschiedensten Hilfsorganisationen mit sei es für Wasserversorgung, sei ist für Hygiene, sei is für Lebensunterhalt genauso unterstützt vom etiopischen Roten Kreuz.
00:24:58: Also ein ganz wichtiger Beitrag dazu, dass das Migration noch stabilisiert wird in dieser Region.
00:25:05: Das österreichische rote Kreuz ist ja mit eigenen Delegationen vor Ort.
00:25:10: Vielleicht testet man ein bisschen seit wann ist es so?
00:25:14: Wie hat das begonnen?
00:25:16: Ja, das finde ich eher eine wirklich wichtige Frage.
00:25:19: Nämlich jetzt gerade anschließend – das was da mein Kollege der Krise Bachdrog gesagt hat – ist hier diese Komplementarität von der humanitären Hilfe und von Entwicklungszusammenarbeit sehr wichtig und sehr zentral.
00:25:32: Die meisten unserer Delegationen haben so begonnen dass es eine humanitäre Krise gab.
00:25:38: Ich nehme jetzt das Beispiel von Uganda, wo wir seit Jahrzehnten arbeiten.
00:25:43: Das war unter anderem ebenfalls ein Groß.
00:25:45: Es war der Bürgerkrieg im Südsudan und später auch in Kongo, wo mittlerweile fast zwei Millionen Menschen nach Uganda geflohen sind.
00:25:54: Zuerst haben wir humanitäre Hilfe geleistet quasi wassertransportiert mit LKW's.
00:26:01: Und danach braucht es Jahre um dementsprechende Wasserbohrungen durchzuführen, Wasserleitungen zu legen, Entnahme stellen.
00:26:09: Den Lebensunterhalt der Menschen wieder sicherzustellen.
00:26:13: und dafür sind wir dann in Uganda geblieben.
00:26:17: Aber das heißt prinzipiell bist du mit den Entwicklungen ... Du hast schon gesagt, du bist ja schon lange dabei.
00:26:21: Bist du mit diesen Entwicklungen in Richtung Unabhängigkeit zufrieden?
00:26:25: oder manchmal hat man so den Eindruck, man geht vier Schritte vor und ich wieder drei zurück?
00:26:30: Das ist aber nicht so, oder?
00:26:32: Also Wenn man es von einer Vogelperspektive betrachtet, finde ich das nicht so.
00:26:36: Wenn man manchmal in der Mitte steckt, denkt man sich immer die Veränderungen gehen nicht schnell genug.
00:26:41: Aber aus einer Vogelperspektive, wenn ich mir so anschaue ... Zwei Beispiele nur!
00:26:46: Im Jahr zehnten haben wir mit einer Regionalstelle gearbeitet im Ethiopischen Rotengreuz.
00:26:51: Das war ein kleiner Hütte mit Strohdach.
00:26:54: Jetzt haben sie ja schönes Büro.
00:26:56: Sie haben Einkommensquellen über eine Vermietung von kleinen Büros.
00:27:02: Sie können damit ihr eigenes Personal finanzieren und sie haben sogar eigene Mitteln für gewisses Ausmaß an humanitärer Hilfe.
00:27:10: Also das ist ein Riesenerfolg!
00:27:11: Vielleicht hackt man da gleich ein und kommen auf die verschiedenen Schwerpunkte eurer Arbeit zu sprechen, du hast es schon angesprochen.
00:27:19: Ein ganz wesentlicher Punkt ist der Aufbau eines landesweiten Rettungswesens.
00:27:25: Da helft ihr zum Beispiel in Ruand oder sie im Fläch entdeckend aufzubauen.
00:27:29: Erzähl mal ein bisschen wie geht das voran?
00:27:32: eigentlich bis jetzt geregelt?
00:27:35: Ja, eben das ist eines von den humanitären Services wo wir sehen unsere Partner haben zunehmend mehr Interesse daran und im Jahr zwanzig sechzehn hat es begonnen dass das rondische Rote Kreuz.
00:27:45: gemeinsam mit der Regierung haben sie begonnen Schritt in diese Richtung zu setzen weil da Reitungsdienst bis dahin nur von Spideelern angeboten worden ist aber leider nicht flächendeckend und nicht verlässlich.
00:27:58: Und wo liegen aktuell die größten Herausforderungen?
00:28:01: so, was sein Riesending aufzubauen?
00:28:05: Ja.
00:28:07: Nachdem sag ich jetzt mal der Rettungss… der Rettungssanität als Berufsbild etabliert worden ist, weil das hat sie auch nicht gegeben.
00:28:16: Über diese letzten sechs Jahre gibt es ein eigenes Berufsbilder, zertifiziert das Training.
00:28:21: mittlerweile startet die Regierung dieses Training anzubieten.
00:28:24: von ihrer Seite aus dass wir pilotiert haben.
00:28:27: also finde ich sehr toll dass dieser Einsatz jetzt systematisch und strukturiert verankert wird im Land.
00:28:33: Jetzt ist aber die Herausforderung wie kann er dieser Rettungsdienst zum Roten Kreuz?
00:28:38: nachhaltig finanziell ohne Unterstützung betrieben werden.
00:28:41: Und das ist jetzt die große Herausforderung und da haben wir den Landesaband Kärnten an Bord, der uns dabei unterstützt so verschiedenste Einkommensquellen zu erschließen beziehungsweise auch als kleines Unternehmen ein Netz zu führen für das rhein-dische Rote Kreuz.
00:28:58: Ein zweiter Schwerpunkt, du hast das schon kurz angesprochen.
00:29:02: Sind die Wasserprojekte in Afrika?
00:29:05: Ja.
00:29:06: Da gibt es eben sogar der Wash-Initiative, da kümmert sich das in Krisengebieten auf den ganzen Welt um Trinkwasseraufbereitung, seine Deversorgung, Hygieneaufklärung und so weiter.
00:29:18: Und habt ihr auch in Uganda zum Beispiel einen großen Schwerpunkten gesetzt.
00:29:22: Wie wichtig war das genau für das Land und was habt ihr da bis jetzt erreicht, Michaela?
00:29:26: Ja, ich habe es vorher schon kurz angesprochen als eines von unseren Schwerpunkten in der Wasserversorgung.
00:29:36: Und Uganda ist bekannt für seine offenen Migrationspolitik.
00:29:42: Menschen werden dort aufgenommen registriert in Siedlung eingebracht und dann sind das.
00:29:47: sie kriegen ein kleines Grundstück fünf vor fünf Meter können da die Hausbahn Gemüse anbauen Und unterstützen wirklich das Flüchtlinge in dieser Region, in der ausafrikanischen Region ein Fuß fassen können.
00:30:03: Als ÖOK haben wir begonnen mit der humanitären Hilfe zuerst Wasser zu liefern und da haben wir nur als ÖOK über hunderttausend Menschen mit Wasser versorgt.
00:30:14: In den Jahren danach haben wir über dreihundertausend Menschen langfristig mit Wasser Versorgung und Hygieneservices unterstützt sei es Wasserleitung, Wassertanks.
00:30:24: Aber solarbetriebene Wasserpumpen, der der Diesel so teuer geworden ist dass die Wasserpumpe stillgestanden sind weil sie sich nicht leisten haben können an Wasser zu pumpen.
00:30:34: dann haben wir in Innovation eine solare Solare Wasserpumping installiert.
00:30:43: Ja Was ich total spannend finde bei den Wasserprojekten ist ja auch, und das ist quasi der dritte Schwerpunkt von euch.
00:30:51: Dass ihr dadurch die Frauenrechte bzw.
00:30:54: die Gleichberechtigung vom Frauen massiv stärkt.
00:30:58: Wie passt es eigentlich zusammen?
00:31:00: Das
00:31:00: erscheint ein bisschen spagatisch einerseits.
00:31:04: Aber unsere Erfahrung ist, dass Frauenstärkung einverknüpft ist mit wirtschaftlicher Stärkung.
00:31:10: Das heißt, mit einem eigenen Einkommen, mit dem finanziellen Beitrag zu den Haushaltskosten, das sie nicht mehr abhängig sind von ihren Ehemännern.
00:31:19: Eigentlich eine ganz ähnliche Entwicklung wie bei uns in allen.
00:31:22: Österreichs kennen wir gut und da eignen sich sehr viele Projekte.
00:31:26: Wir haben gute Erfahrungen sei es im landwirtschaftlichen Bereich, sei es mit kleinen Unternehmen aber eben auch im Wassersektor.
00:31:33: Und hier ist es immer verbunden, wenn es Einkommen gibt.
00:31:37: So wie zum Beispiel öffentlicher Toiletten oder Duschen die von einem kleinen Frauenbusiness getragen
00:31:42: werden.
00:31:43: Ah okay!
00:31:44: Oder Produktionen von Frauenhygieneprodukten, die dann verkauft werden.
00:31:49: Aber auch bei Wasserentnahmestellen wo die Einwohner für das Wasser direkt bezahlen in einen kleinen Shop, das von einer Frau betrieben wird.
00:31:58: kommen, werden wir natürlich weitergehen und die Wasserbehörden zu Entstandhaltung.
00:32:02: Aber diese Frauen haben in diesen kleinen Shops die Einkommen.
00:32:08: Chris?
00:32:08: Ich möchte Gott sein, Haken!
00:32:10: Weil ich komme ursprünglich aus dem technischen Wasserversorgungsbereich.
00:32:14: Sie sind diesen Haushalt natürlich so das hauptsächlich die Frauen für den Gesundheitszustand und für den Wasserbedarf der Deckung des Wasserbedarfs in der Familie großteils verantwortlich sind.
00:32:24: Das ist ein Hauptsicherfrauen Wasser beschaffen und die Beschwerlichen Wege auf sich nehmen.
00:32:33: Und dann für die Familien auch im ländlichen Raum das Wasser besorgen, wie Michael hat gesagt, je mehr man es schafft, dass man die Wasserversorgung optimiert und verbessert bis hin zum Wasserschopf wo wirklich direkt Frauen ein kleines Einkommen generieren können aber da gibt es sehr viele Stufen dazwischen je mehr man das schafft, das zu verbessern.
00:32:57: Umso mehr Zeit haben die Frauen für andere Einkommensquellen, haben mehr Zeit teilweise für die Kinder aber wie gesagt eben auch sich stärker zu emanzibieren unabhängig zu machen.
00:33:12: und es macht einfach einen Unterschied wenn wir jetzt nicht zwei Stunden pro Tag nur mit Wasserversorgung verbringt.
00:33:22: vergleich zur Man hat Wasser entweder direkt aus der Leitung oder man schafft das in einer Viertelstunde, eine halben Stunde.
00:33:30: Das schafft es!
00:33:32: Zeitfrei, das schafft Einkommensquellen.
00:33:34: Und von diesem Aspekt her ist Wasser immer ein Anknüpfungspunkt dabei uns unweigerlich auch mit der Stärkung und die Manzipierung von Frauen verbundenes.
00:33:45: Michaela vielleicht bleiben wir da noch kurz.
00:33:47: wie wichtig ist jetzt die Stärkung der Frauen und Mädchen in Afrika einfach für eine nachhaltige Entwicklung?
00:33:55: Ja also für Was wir sehen mit den vielen Programmen, die wir geleistet haben und die wir leisten.
00:34:02: Frauenförderung ist eigentlich essentiell und kritisch.
00:34:11: Es ist nicht nur ein zusätzliches Programm sondern je mehr Frauen in ihrer eigenen in ihrer eigenen Unabhängigkeit unterstützt werden, dass da mehr stärken sie die verschiedensten Sektoren.
00:34:24: Sei es der Bildungsbereich, sei es der wirtschaftliche Bereich, sei ist der Gesundheitsbereich.
00:34:29: Das heißt das ist ein zentrales Thema, dass Frauen gestärkt werden.
00:34:39: Sei's über die Bildung wenn Mädchen zur Schule gehen gibt's einfach anderes Einkommen in ihrer Zukunft oder Kinderähen und früher Schwangerschaften werden weniger was ein großes Thema ist.
00:34:50: ein Rwanda und Uganda, wo diese Bildung – und das bleiben im Bildungssystem für Mädchen und Frauen essentielles.
00:35:01: Du hast es auch vorhin schon gesagt, ihr stellt ja auch mehreren Frauenkollektiven Land zur Verfügung.
00:35:07: Nämlich jeweils drei Hektar Land.
00:35:09: Das ist im Zuge von der Eco Care Initiative.
00:35:16: Wie kann ich mal das vorstellen?
00:35:17: Was wird da zum Beispiel angebaut und wie werden die Frauen damit mit Brat und Tat unterstützt?
00:35:24: Ja also das ist ein Konzept des in verschiedensten Ländern verwendet wird und da geht's wirklich um eben genau um die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und in Rwanda basiert es so, dass das Gruppen von Frauen oder das Gruppengebildet werden.
00:35:43: Von vierzig bis fünfzig Mitgliedern, die gemeinsam produzieren, sparen, einkaufen und Akkredite aufnehmen.
00:35:51: Das sind vorwiegend Frauengruppen in der ersten Instanz, die sie dann später zu Kooperativen entwickeln können.
00:35:59: Die entwickeln Businesspläne und danach werden diese Businesses umgesetzt.
00:36:04: Es setzt den landwirtschaftlichen im Anbau von Gemüse oder Getreide, im Verkauf in der Fischzucht, in der Nutztierhaltung – es können verschiedenste Businesses sein!
00:36:15: Und eine Möglichkeit ist eben auch der Gemüseanbau und der Getreideanbau, wo das rote Kreuz versucht auch Land für die Frauen zu erhalten.
00:36:27: Das Schwierigste in Rwanda weil es so dicht besiedelt ist, ist Land zur Bewirtschaftung.
00:36:33: Und durch die enge Beziehung des roten Kreuzes auch zur Regierung schaffen sie es immer wieder Grundstücke zu bekommen auf denen dann Frauen diese Businesses umsetzen können?
00:36:44: Da können wir jetzt auch gleich weiter gehen.
00:36:47: zum vierten Schwerpunkt, den ihr da gesetzt habt.
00:36:50: Da geht es nämlich um die Klimawandelanpassung z.B in Rwanda.
00:36:54: Wie kann ich mir dieses Problem in R Wanda tatsächlich vorstellen?
00:37:00: In einem Rwander per See kann man sich vorstellen als ein Land der Tausend Hügeln wird's bezeichnet besonders im Westen des Landes und der Klimawandel zeigt sich dort besonders durch heftige Regenfälle.
00:37:13: Auch Dürreperioden war besonders durch heftige Regenfälle, was wir in Österreich auch kennen.
00:37:19: Und die Konsequenzen von Trockenheit und Regen und heftigen Regenfällen ist Erosion, sein Murenabgänge und Erdrutsche.
00:37:29: Das heißt, in Rwanda ist es ganz wichtig das Land rehabilitiert wird und landbefestigt wird
00:37:36: Und die Wiederaufforstung ist, glaube ich
00:37:39: auch an viele Themen.
00:37:41: So ist es.
00:37:41: Das heißt das gibt Anti-Erosionsmaßnahmen wo in Handlagen Gräben angelegt werden wird die dann bei starken Regenfällen das Wasser sammeln und speichern.
00:37:52: Böden werden stabilisiert durch Bepflanzung sei es jetzt von Nutzpflanzen wie Futtergras aber eben auch vom Baum, Baumbepflänzungen Immer
00:38:03: mehr, oder?
00:38:04: Ja genau.
00:38:05: Das ist so das Thema viel in Akolyptus Bäumen investiert worden über die letzten Jahre weil es ein wichtiges Nutzholz ist aber leider leidet darunter die Bodenfruchtbarkeit.
00:38:16: deswegen versucht jetzt das Land und da ganz stark das rote Kreuz hier sogar als Pionier Einheimische Bäume zu fördern Und Obstbäume zu fordern.
00:38:30: Ja, abschließend, Michaela gibt es vielleicht so ein, zwei Erfolgsgeschichten.
00:38:36: Weil du bist ja immer wieder auch vor Ort von denen du uns vielleicht berichten kannst von einzelnen Schicksalen?
00:38:44: Also über die letzten Jahre habe ich viele Erfolgeschichten von Frauen gehört.
00:38:50: Über die verschiedensten Empowerment-Maßnahmen sei es jetzt die Kooperativen oder andere, also wie Einkommensgenerierende Maßnahmen.
00:39:00: Und da habe ich viele Frauen gesehen, die sehr dankbar sind und die besonders sehr stolz an darauf, wie sie ihr Leben verändert hat.
00:39:07: Hinsichtlich Selbstvertrauen, hinsichtlich selbstwert, hingsichtlich Stellung im Haushalt
00:39:14: auch
00:39:15: hinsichtlich Gewaltreduktionen im Haushalte, bessere Versorgung der Kinder, besserer Schulbesuch... Also, ihr seh nicht viele Vollgeschichten von Frauen, das haben wir untergekommen in In diesen letzten Jahren seitdem ich doch in den drei afrikanischen Ländern übertätig sind, immer wieder regelmäßig unterwegs bin.
00:39:35: Super!
00:39:38: Wenn man so nennen kann, abschließt dann nicht eine Wünsche für die nächsten zwei Jahre?
00:39:43: Was sind die Next Steps und die Ziele, die du da erreichen
00:39:49: willst?
00:39:51: Die Ziele sind einerseits, dass wir wirklich wünschen, dass unsere lokalen Partner stärker in die finanzielle Unabhängigkeit gehen können.
00:40:02: Mein zweiter Wunsch ist auch, dass wir den Rettungsdienst noch mehr ausbauen können in Afrika weil wir da einen sehr großen Bedarf sehen.
00:40:11: und der
00:40:13: dritte
00:40:14: Punkt ist sicherlich das immer wünschen, dass weniger Kriege sind Weil die Kriege führen dazu, dass so viel Leid produziert wird.
00:40:24: Eine Großteil des Leids, das es produziert ist durch Krieger.
00:40:29: Michaela vielen Dank fürs Erste!
00:40:31: Danke schön, dass du dir Zeit genommen hast.
00:40:33: Das war sehr spannend.
00:40:34: Danke!
00:40:36: Danke ebenfalls!
00:40:38: Chris was gibt's von deiner Seite abschließend noch zu sagen?
00:40:47: Ich würde gerne auf dieser positiven Note abschließen, dass man darauf hinblickt was wir auch in diesen Situationen, in diesen schlimmen Konflikten.
00:40:59: Aber das grundsätzlich auch generell nicht nur die humanitäre Hilfe ist und auch wenn Michael jetzt sehr gut ausgeführt hat Die Entwicklungszusammenarbeit.
00:41:07: es ändert sich etwas Man kann was ändern, man kann was tun Es bringt etwas Und ich würde gerne auf dieser positiven Note abschliessen Dass es im Sudan vor allem noch die Nahrungsmittelsituation ein riesengroßes Problem.
00:41:22: da steht, dass die Prognosen dahin gehen schlecht sind.
00:41:25: Der humanitäre Völkerrecht ist ein weiterer Aspekt aber ich will es jetzt einfach mal so stehen lassen.
00:41:31: wir haben genug gesprochen über wie furchtbar alles ist und Ich würde das einfach wirklich jetzt damit beenden mit klassischer Rotkreuz, als wäre ich cheesy.
00:41:42: Wir sind da und es tut sich was Und wir können etwas bewegen und werden das auch weiterhin tun Genau.
00:41:50: Jeden Tag, danke Chris!
00:41:52: Danke schön.
00:41:53: Ja damit herzlichen Dank liebe Zuhörerinnen für die Aufmerksamkeit.
00:41:58: sehr schön dass sie mit dabei waren und ich hoffe wir hören uns das nächste mal wieder.
00:42:03: bis dahin alles Schöne Ihre Isabella Richter.