Österreichisches Rotes Kreuz - der Podcast

Österreichisches Rotes Kreuz - der Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:03: Digitalisierung, die macht uns ja eigentlich allen ein bisschen zu schaffen.

00:00:07: Wir unterstützen die älteren Menschen dabei sich zurechtzufinden und die einzelnen Funktionen zu verstehen aber wir kennen und verwalten niemals ihre Prasswörter.

00:00:16: Dann könnte es auch passieren dass diese Unterstützung bei der digitalen Welt zur Beformung wird und das man diese Selbstständigkeit verliert.

00:00:25: Österreichisches Rotes

00:00:26: Kreuz – Der Podcast.

00:00:32: Ja und damit darf ich Sie wieder aus allerherzigste begrüßen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:00:37: Schön dass Sie wieder mit dabei sind bei unserem Podcast!

00:00:41: Wir sind heute mit einem Thema am Start das uns irgendwie alle entweder direkt oder ja auch indirekt betrifft.

00:00:48: Fakt

00:00:49: ist,

00:00:50: daß der technologische Fortschritt Jaras Sand voranschreitet was quasi heute noch die Top-Innovation ist, das morgen dann oft schon wieder ein alter Hut.

00:01:00: Ja und damit zu kommen da also Schritt zu halten dass es nicht leicht vor allem dann wenn man nicht zu den sogenannten digital natives zählt.

00:01:09: Also nicht zur der Generation die mit Smartphone und digitalen Prozessen aufgewachsen ist.

00:01:15: ja besonders schwer tun sich oft ältere Menschen mit der Digitalisierung Und da hilft das rote Kreuz und zwar mit sogenannten digitalen TrainerInnen.

00:01:27: Was hinter dem Projekt steckt, und mit welchen Herausforderungen ältere Menschen überhaupt im Zuge der Digitalisierung konfrontiert sind?

00:01:35: Das schauen wir uns jetzt an!

00:01:37: Dazu begrüße ich meine tollen Gäste heute.

00:01:39: Schön, dass ihr da seid.

00:01:41: Herzlich willkommen Monika Wildt.

00:01:43: Guten

00:01:44: Tag.

00:01:44: Du hast ganz viele Jahre den Bereich Gesundheit und soziale Dienste beim österreichischen Roten Kreuz geleitet, bist auch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und bis seit Juni zwanzig sechsundzwanzig in der Präsidentenkonferenz vom österreichischem Rotenkreuz engagiert.

00:01:59: Noch mal herzlich willkommen!

00:02:00: Ja danke für die Einladung.

00:02:02: Extra

00:02:02: aus der

00:02:02: Steuermarknerin gekommen, Dankeschön.

00:02:05: Ja, und ich begrüße sehr herzlich Selda Östjan.

00:02:09: Hallo!

00:02:09: Schön dass du da bist

00:02:11: aus Oberösterreich.

00:02:12: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:14: Voll

00:02:14: gerne danke, dass du hier bist.

00:02:16: Du bist Gesundheits- und Sozialdienst der Bezirkskoordinatorin.

00:02:20: Und du hast das Projekt Digitale TrainerInnen in Oberösterreich eingeführt.

00:02:25: Ihr wart also der Pilotbezirk?

00:02:29: Richtig.

00:02:30: Ja voll gut.

00:02:32: Ich würde auch gerne mit dir starten.

00:02:34: Digitalisierung, die macht uns ja eigentlich wie also allen ein bisschen zu schaffen.

00:02:38: Also auch mein zwölfjähriger Sohn muss mir so dann und wann das eine oder andere erklären am Handy oder am Computer.

00:02:47: aber erzähl mal ein bisschen vor welchen wirklich großen Herausforderungen entstehen denn ältere Generationen?

00:02:54: Also digitalisierung betrifft inzwischen fast alle Generationen.

00:02:58: Gerade ältere Menschen stehen dabei vor einigen besonderen Herausforderungen.

00:03:03: Sie haben Angst etwas falsch zu machen, das heißt manche haben Sorge für sehentlich etwas zu löschen Geld zu beweisen oder persönliche Daten preiszugeben.

00:03:13: Hinzu kommt die digitale Abhängigkeit.

00:03:16: Bankgeschäfte Arzttermine Behördenkontakte oder Fahrkarten lassen sich zunehmend digital erledigen.

00:03:22: Wer damit Schwierigkeiten hat kann sich schnell ausgeschlossen fühlen.

00:03:27: Des Weiteren gibt es eine soziale Veränderung.

00:03:30: Kommunikation findet immer häufiger über Messenger, soziale Netzwerke oder Video-Telefonie statt.

00:03:37: Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt kann den Anschluss an Familie und Träune teilweise filieren.

00:03:45: Letzendlich muss aber auch erwähnt werden dass Generationsunterschiede gibt.

00:03:52: Jüngere Menschen lernen digitale Technologien oft intuitiv und erklären sie entsprechend schnell.

00:03:59: Für ältere Menschen ist das Tempo dann manchmal zu hoch, dabei sollte man aber nicht den Eindruck vermitteln, ältare Menschen seien grundsätzlich schlechter mit Technik.

00:04:09: Viele sind sehr lernfähig und interessiert.

00:04:12: Sie brauchen häufig einfach mehr Zeit für ständliche Erklärungen und die Möglichkeit Fragen zu stellen.

00:04:18: Ohne Sicht dafür auch.

00:04:21: also sie dürfen sich halt einfach nicht schämen Und dein zwölfjähriger Sohn ist dafür wahrscheinlich ein ziemlich gutes Beispiel.

00:04:28: Für ihn ist manches selbstverständlich, was für dich vielleicht erst mal wie ein kleiner technischer Zaubertrick wirkt?

00:04:33: Ja das kann ich nur bestätigen den technischen Zauberträger!

00:04:38: Du hast jetzt viele sehr spannende und sehr wichtige Dinge angesprochen.

00:04:47: Ja Monika, das heißt dass einfach auch viele ältere Menschen im Prinzip einfach auch Angst vor dieser Digitalisierung und vor dieser Technologie einfach haben.

00:04:58: Und deshalb sich eigentlich zurückzunehmen, lieber gar nichts ausprobieren war.

00:05:02: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:05:02: Was ist es so dann auch für eine Abwärtsspirale?

00:05:05: Ja zunächst möchte ich festhalten dass die ältere Bevölkerung ja nicht homogen ist.

00:05:11: Nur weil ich jetzt fünfundsechzig bin, habe er nicht viele Grundkenntnisse verlernt die ich vorher gehabt habe.

00:05:18: und ich glaube das muss man bei der älteren Bevölkerung schon schauen dass hier wirklich eine sehr heterogene Zielgruppe wir auch immer wachsen an Alter nur wenn älter oder alt ist man deshalb nicht inkompetent.

00:05:30: Und manchmal wäre ein bisschen gerade im Zusammenhang mit der Digitalisierung so das Gefühl, dass den älteren Menschen diese digitale Kompetenz ein bisschen abgesprochen wird.

00:05:40: Es stimmt so wie die Zelda gesagt hat – man braucht einem etwas mehr Zeit und muss sich umstellen und überhaupt wenn es neu ist und wenn es so schnell geht besondere Unterstützung.

00:05:53: Wir sind dann auch die Trainerinnen geben, damit man hier diese Abläufe besser lernt.

00:05:59: aber ich glaube grundsätzlich ist es schon so dass ältere Menschen sind grundsächlich digital kompetent.

00:06:07: Aber in anderen Phasen vielleicht, also mit jeder App kann man nicht Schritt halten und ältere Menschen brauchen einem auch die Gewissheit dass sie nicht alles digital machen müssen.

00:06:23: Also ich glaube das ist auch das Entscheidende.

00:06:25: Digital kompetent heißt ihm auch, dass sich mich auch dafür entscheiden kann gewisse Aspekte da sein oder in meinem Alltag nicht digital zu machen.

00:06:36: Und das ist glaube ich so ein bisschen diese Gradwanderung zwischen wo... bringt mir die digitale Welt etwas und in welchen Bereichen will ich es gar nicht haben?

00:06:47: Aber um das entscheiden zu können, muss man sich eben auch ein bisschen auskennen.

00:06:50: Dann kann man diese selbstbestimmten Entscheidungen treffen

00:06:52: oder?

00:06:53: Genau genau.

00:06:53: aber das ist diese Grundvoraussetzung, diese digitale Kompetenz damit ich das selbst bestimmt machen kann ja und da braucht es ihm auch diese Selbstständigkeit dass ich auch gewisse Aspekte selbst tun kann also damit ich online Banking oder die verschiedensten Termine buchen kann, was auch immer.

00:07:17: Ich brauche ... ich muss es keinen an und wenn mir immer jemand das übernimmt also jetzt im Angehörigenbereich, wenn mein Kind jedes Mal sagt ne, ich mache das schon für dich, werde ich es nicht lernen sondern ich brauche jemand der mir beiseite steht und das zeigt Schritt für Schritt selbst das machen kann, damit ich ihm dann auch selbstständig bin und alleine das machen können.

00:07:43: Damit ich nicht ausgeschlossen bin!

00:07:45: Dann könnte es auch passieren dass diese Unterstützung bei der digitalen Welt zu Beformerung wird.

00:07:53: Und dass man die Selbstständigkeit verliert.

00:07:57: Aber dass wir dann wahrscheinlich darauf sprechen kommen, dass ja das Ganze auf dem Erfahrungswissen von Älteren anfängt, also der Aufbau.

00:08:07: Die älteren Menschen haben ja viel Erfahrung zu wissen aber in anderen Bereichen und ich muss ihm auch bei dieser digitalen Kompetenz auf diese Erfahrung aufbauen.

00:08:18: Ich glaube was da trotzdem wesentlich ist natürlich auch eine gewisse Lernbereitschaft nicht wahr?

00:08:23: Also die muss natürlich vorhanden sein.

00:08:25: Wie ist das so dein Eindruck?

00:08:28: Wollen viele

00:08:29: sich einfach auch das Online-Banking jetzt, wenn wir bei denen bleiben wollen, von der Familie abnehmen lassen?

00:08:36: oder wie kann ich es einschätzen?

00:08:39: Viele haben Sorge, wenn sie das selbst machen, dass sie was falsch machen Wie die Zelda gesagt hat.

00:08:47: Also diese Angst ist da, gerade beim Online Banking dass ich dann plötzlich irgendwie Geld überweise was ich irgendwo hinkomme und was nicht hinkommen soll.

00:08:58: also das sind natürlich diese Ängste da.

00:09:00: aber ich glaube Der größere Anteil der älteren Menschen möchte das schon selbst machen.

00:09:05: Und ich glaube, da muss man schon... Also jetzt die Frage ist wann ist mein Älter?

00:09:09: Da gibt es ja diesen bekannten Satz alle, die zehn Jahre älters sind und sich sind ältern.

00:09:14: Ja stimmt!

00:09:15: Du hast dran.

00:09:18: Und da ist es so dass ... Ich würde mal sagen Menschen, die im beruflichen Alltag nicht mit der digitalen Welt in Kontakt waren.

00:09:29: Und jetzt vielleicht fünfundachzig sind, die werden wahrscheinlich kein Online-Banking mehr machen wenn sie es nicht unbedingt wollen.

00:09:37: aber es gibt und dem ist so unterschiedlich.

00:09:40: es gibt digital auf.

00:09:41: viele Menschen die das auch noch lernen ja also die das interessiert manche wollen unbedingt das sind fünf und siebzig kam vorher.

00:09:49: plötzlich entdecken sich das Smartphone und sind voll interessiert.

00:09:53: Die möchten verstehen, wie das funktioniert.

00:09:56: Und andere sind vielleicht fünfundsechzig und geben aber dann der Tochter oder der Nachbarin das Handy und sagen, bitte mach du das für mich!

00:10:05: Weil sie gar nicht das Interesse haben.

00:10:07: Aber ich glaube, der Großteil ist interessiert...

00:10:11: Und muss abgeholt

00:10:13: werden?

00:10:13: Ja, muss abgeordnet und muss auch interessiert sein.

00:10:16: Denn ansonsten sind sie aus der Gesellschaft zunehmend ausgeschlossen.

00:10:21: Egal, schauen wir uns jetzt die einzelnen Lebensbereiche an vom Gesundheitswesen von den Arztterminen, die Bankgeschäfte aber auch im Sozialbereich.

00:10:31: ich brauche für

00:10:32: alles

00:10:33: irgendeine App oder das Handy oder das Tablet was auch immer ja.

00:10:38: Ansonsten komme ich zu keiner Information.

00:10:41: Also ich verstehe dann ja auch vieles nicht mehr, was in der Welt passiert.

00:10:46: Ja

00:10:47: man ist richtig ausgeschlossen.

00:10:49: aber so wie du sagst also viele ältere Menschen wollen lernen wollen sich besser auskennen und haben auch wenn ich das so beobachte Smartphone Tablet Computer.

00:11:01: Wie sind da deine Erfahrungen Zelda?

00:11:04: Du hast recht sie besitzen es zum Teil Aber Besitz bedeutet nicht automatisch die sicheren Nutzung.

00:11:11: Viele Senioren und Seniorinnen haben, wie du sagtest ein Smartphone, ein Tablet oder sogar ein Computer also das Gesamtpaket.

00:11:20: Aber sie nutzen diese Geräte auch tatsächlich regelmäßig zum Beispiel für Nachrichten, für Fotos oder für Videoanrufe.

00:11:28: Die Herausforderung liegt aber eher darin dass Sie mit dieser zunehmenden Komplexität einfach nicht mehr Schritt halten können.

00:11:37: Ein Gerät zu besitzen ist das eine Sich sicher durch Apps, Updates, Passwörter, Datenschutz oder Online-Dienste zu bewegen ist das andere.

00:11:45: Und gerade bei neuen Funktionen fehlt dann manchmal das Vertrauen Dinge selbst auszuprobieren und da versuchen wir die Leute abzuholen und sie zu unterstützen wo wir eben können.

00:11:56: Da haben wir Fake News zum Beispiel noch gar nicht angesprochen wie man das jetzt zum Beispiel erkennt.

00:12:03: Gut unter dem Strich damit ältere Menschen einfach besser klarkommen mit der Digitalisierung, mit digitalen Prozessen KI und so weiter.

00:12:11: Dafür hat das Rote Kreuz eben ein tolles Projekt ins Leben gerufen nämlich die digitalen TrainerInnen.

00:12:17: Sell dir erzählen wir mal was ist jetzt mal so die Grundidee dahinter?

00:12:21: Die Grundidea ist eigentlich ganz einfach!

00:12:24: Wir wollen ältere Menschen dabei unterstützen die digitale Welt selbstständig uns sicher zu nutzen.

00:12:30: Die digitalen Tränerinnen begleiten sie dabei ganz individuell Geduldig auf Augenhöhe und genau bei den Dingen, die im Alltag gebraucht werden.

00:12:40: So bauen wir Berührungsängste ab und stärken Selbstständigkeit und Lebensqualität.

00:12:46: Es geht also nicht darum, Senioren zu Technikprofis zu machen sondern vor allem um Sicherheit, Selbständigkeit und Vertrauen.

00:12:55: Bei uns steht eben nicht die Technik im Mittelpunkt sondern der Mensch.

00:12:58: Also das wären jetzt nicht alles Programmiererinnen?

00:13:01: Nein, tatsächlich nicht!

00:13:05: Und wie hat sich dieses Projekt entwickelt?

00:13:08: Da gab es ja ein Vorgängerprojekt.

00:13:11: Wie hat das genau ausgestattet?

00:13:13: Das Projekt ist ursprünglich aus einem europäischen Erasmus Plus Forschungsprojekt entstanden, an dem fünf Länder beteiligt waren – Deutschland, Österreich die Niederlande Portugal und Rumänien.

00:13:25: Es waren dann sechs Organisationen, die auch mitgewirkt haben und in Österreich waren eben wir das rote Kreuz.

00:13:32: Ziel war, eine digitale Lernplattform mit einem Kurikulum und verschiedenen Materialien zu entwickeln.

00:13:39: Mit denen sogenannte Digital Scouts ausgebildet werden können.

00:13:44: Das rote Kreuz Freistaat ist im Jahr zwanzig in das Projekt eingestiegen.

00:13:50: In Österreich haben wir das Konzept gemeinsam mit unseren Trainern und Trainerinnen in der Praxis getestet und aufgrund ihrer Erfahrungen weiterentwickelt.

00:13:59: Zweitausendfünfundzwanzig wurde dann dieses europäische Projekt abgeschlossen.

00:14:05: Die schöne Entwicklung ist aber, die erarbeiteten Materialien und Ressourcen bleiben bestehen und können weiter genutzt werden.

00:14:13: Seit April diesen Jahres wird das Projekt vom Sozialministerium unter dem neuen Namen Digitale Trainerinnen für Seniorenen weitergeführt.

00:14:26: Also ist das ein Vollgeprägt?

00:14:28: Bisher April, April, sieben und zwanzig.

00:14:29: Richtig!

00:14:29: Also es ist ein Voll-Geprägt Und aktuell wird es eben in fünf Bundesländern umgesetzt.

00:14:35: Darunter sind wir mit dabei aus Oberösterreich, die Wiener sind mit dabei Niederösterreich ist mit dabei Tirol und die Steiermarkt.

00:14:42: Genau

00:14:43: Welche Trainerinnen werden da ausgewählt?

00:14:46: Sind das jetzt alles Freiwillige?

00:14:50: Also bei uns sind das immer Freiwillig und wir konnten in Freistaat, in meinem Bezirk sieben TrainerInnen einschulen.

00:14:58: Und was ist so der Antrieb von den Freiwilligen genau das zu machen?

00:15:05: Ist auch irgendwie ein Familien-Background... da.

00:15:09: oder warum machen die das?

00:15:10: Also ich glaube schon, dass da auch so ein bisschen der familiäre Hintergrund mit einer Rolle spielt.

00:15:15: Weil man sieht es in der Familie viele Eltern oder Großeltern können's dann zum Teil nicht.

00:15:21: aber der größte Antrieb bei uns beim Roten Kreuz ist einfach, dass wir den Menschen helfen wollen und wenn wir sie bei diesen Herausforderungen, die tagtäglich mehr werden unterstützen können, Dieses Gefühl, hey ok ich konnte den Leuten jetzt helfen.

00:15:40: Es hat ihnen was gebracht aber es hat mir auch etwas gebracht weil ich einfach weiß ich konnte dieser Person jetzt helfen und die ist jetzt einfach selbstständiger.

00:15:48: sie ist einfach viel ruhiger kann eigenständig ihre Sachen erledigen und ist nicht mehr abhängig von anderen, braucht nicht immer ihre Enkelkinder oder Kinder zu fragen.

00:15:58: Und das ist halt bei uns das Schöne, weil wir einfach da sind den Menschen zu helfen und aus dem Grund machen das dann auch unsere Digitaltrainerinnen.

00:16:07: Ja was bedeutet dass die älteren Menschen wenn sie tatsächlich sich wirklich besser und gut auskennen mit den verschiedensten Geräten?

00:16:18: Das muss ja ein Stück Freiheit sein!

00:16:20: oder?

00:16:21: Ja, sie fühlen sich jedenfalls sicherer und das stärkt ja auch die Ressourcen.

00:16:28: Und damit sind Sie, wie Selda gesagt hat es selbstständig und das ist auch Gesundheitsfördernden da.

00:16:35: Weniger

00:16:35: Stress, ne?

00:16:36: Ja weniger Stress!

00:16:39: Wenn man mit Aaron Antonovs gespricht... diese Stärkung der Widerstandsressourcen und damit fördern sie auch die Gesundheit.

00:16:47: Und das ist ja ein großes Ziel vom Roten Kreuz, dass wir die Gesundkeit von Menschen fördern wollen und dass Sie gesund bleiben – wenn wir an die heutige Altersbüro miede denken, dann ist es ganz wichtig, dass die älteren Menschen so lange wie möglich gesund bleiben, selbstständig bleiben!

00:17:05: Da hilft sicherlich dieses Projekt und dem Selbstvertrauen zu stärken.

00:17:13: Ich kann etwas, ich kann was Neues lernen.

00:17:16: Und das stärkt ja auch das gesamte Selbstbewusstsein.

00:17:20: Heutzutage sagt man in der Psychologie dann diese Selbstwirksamkeit wird erhöht und das macht viel mehr als mich digital aus aber es macht mit mir als Mensch etwas.

00:17:33: Dadurch wäre er viel sicherer.

00:17:36: Und für das Gehirn?

00:17:38: Ja, genau.

00:17:39: Ich bewege mich ganz anders in der Gesellschaft.

00:17:42: Selderdurchführung gesagt also es werden jetzt keine Programmiererinnen ausgebildet.

00:17:49: ihr vermittelt Alltagskompetenzen.

00:17:52: von wo bis wo geht denn das ungefähr?

00:17:55: Also es kommt darauf an was die Klienten dann von uns wünschen.

00:18:00: Es muss natürlich etwas sein dass im Alltag gebraucht wird.

00:18:04: Es gibt Klienten, die sagen ich möchte gerne wissen wie ich ein Foto über WhatsApp schicke weil ich einfach nicht weiß wie das funktioniert.

00:18:11: Dann üben unsere Trainer das auch mit denen.

00:18:15: Es ist jetzt zum Beispiel so dass wir aktuell eine Klientin haben die tatsächlich auch das lernen wollte und der Trainer hat ihr jetzt sozusagen die Aufgabe gegeben bis zur nächsten Trainingsstunde dass sie das jetzt übt um ihm Fotoschickt.

00:18:29: ja und tatsächlich haben Sie das dann auch gemacht.

00:18:32: Ich habe einfach die Freude bei meinem Trainer gesehen, als er mir das erzählt hat.

00:18:36: Er ist einfach so stolz auf sein Lehrling, sag ich mal gewesen, weil die das jetzt eigentlich nicht gemacht hat und unsere Klientin... ist dann auch so happy gewesen, weil das hat mir mein Trainer im Nachhinein erzählt.

00:18:48: Weil sie das jetzt selber machen kann.

00:18:50: Davor hat sie wohl immer ihre Kinder gefragt wurde dann leider auch immer mit grimmigen Sachen

00:18:58: Ja

00:18:58: mit Mama das müsstest du jetzt langsam selber können.

00:19:01: Mit diesen Aussagen wo diese dann konfrontiert aber mittlerweile dadurch dass die das selber machen Kann Ist einfach auch ihr selbst wertgefühl viel höher geworden.

00:19:10: und Dadurch haben Es ist einfach schön zu wissen, dass wir die Menschen dort abholen können was sie lernen möchten.

00:19:17: Und aus dem Grund kann ich jetzt nicht sagen Wir haben jetzt nur dieses konkrete Beispiel an Anfragen Sondern wir haben wirklich tatsächlich eine breite Spannpalette Genau wie es das Wort nicht eingeilt.

00:19:30: Also wirklich diese Palette Ist wirklich sehr Breit und Aus dem Grund müssen wir uns dann auch auf diese Fragen Einlassen und Dann schauen wir einfach wo können wir unterstützen?

00:19:39: wenn Jetzt aber zum Beispiel Die Anfrage und jemand sagen würde, ich möchte die C++ installieren können und selber programmieren.

00:19:48: Da scheitern wir natürlich!

00:19:50: Aber wenn das Sachen sind, die wir im Alltag selber den Leuten beibringen können – und das sagen ja auch immer Sachen, die wir im Alltag gebrauchen können da unterstützen.

00:19:59: Wir fragen zum Beispiel auch immer welches Handy sie haben also ob es jetzt ein Smartphone mit Apple ist oder ein Smartphones mit Samsung weil ich habe leider Trainer die bei einem Betriebssystem viel stärker sind wie beim anderen und deshalb fragen mir das auch im Vorfeld mit welchen Geräte sie denn überhaupt trainieren, weil wir trainieren immer am eigenen Handy und dann setze ich natürlich dementsprechend den Trainer dann ein wo ich weiß okay der kann diesen Klienten dann auch wirklich helfen.

00:20:26: Also es geht also von Fotos über, ich sage jetzt mal Arzttermine möglicherweise online buchen ist wahrscheinlich wichtig bis hin zum Online Banking.

00:20:38: Aber wie geht das dann mit so Passwörtern und so?

00:20:40: Da muss man ja dann auch ein bisschen aufpassen.

00:20:42: Genau!

00:20:42: Also beim Online Bankings besondere Vorsicht gefragt.

00:20:46: Wir unterstützen die älteren Menschen dabei, sich zurechtzufinden und die einzelnen Funktionen zu verstehen.

00:20:52: Aber wir kennen und verwalten niemals ihre Passwörter – PINs oder aber auch andere Zugangsdaten!

00:20:59: Die Person gibt ihre sensiblen Daten immer selbst ein.

00:21:02: Wir erklären zum Beispiel wo sie sich anmelden kann wie eine Überweisung funktioniert oder worauf sie sich bei Sicherheitsabfragen beachten muss.

00:21:14: Ein ganz, ganz wichtiger Punkt ist auch das Thema Sicherheit und Fishing.

00:21:18: Wir vermitteln dass Passwörter Tanz oder Bestätigungskots niemals an weitere Personen gegeben werden dürfen.

00:21:27: Das Ziel ist einfach, dass wir wollen, dass die Menschen das selber erledigen

00:21:31: – nicht

00:21:32: wir!

00:21:33: Also wir sind vor Ort und zeigen ihnen wie es funktioniert Aber die Durchführung muss immer jeder selber machen, weil sie sollen das ja auch können wenn wir nicht mehr da sind.

00:21:43: Was mir gut gefallen hat ist es eigentlich eine Win-Win Situation für die älteren Menschen und für die digitalen Trainerinnen.

00:21:51: oder also welche Beziehungen entstehen damit unter auch?

00:21:55: Also welche Freundschaften entwickeln Sie?

00:21:57: Da entwickeln sich einige Freundschaften.

00:22:00: Es ist einfach dieser soziale Kontakt.

00:22:02: Ich wohne jetzt in einem Gebiet, das ist ziemlich ländlich bei uns.

00:22:07: Manchmal ist es sogar so, dass dieser Digitaltrainer dann auch wirklich die einzigste Person von außerhalb ist.

00:22:13: Die überhaupt zu dieser Person kommt und dadurch lernen sie ja sozusagen auch etwas von der Außenwelt.

00:22:20: Und aus dem Grund ist das natürlich voll schön, dass wir dann sagen können okay Es ist auf der einen Seite dieses Lernen Am Handy am Computer oder was auch immer.

00:22:29: aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch dieses Wir sozialisieren die Menschen wir sind für Sie da Es sind einfach auch die Werte vom Roten Kreuz, die da sozusagen widerspiegelt werden.

00:22:39: Und das ist natürlich das Schöne und das ist eigentlich wie du schon vorhin sagst eine Win-win Situation.

00:22:44: also es nicht nur wir lernen Wir können das dann sondern ich habe zum Beispiel einen Trainer.

00:22:51: der ist mittlerweile mit seinem Klienten befreundet und aus diesem Digital Training hat sich jetzt mittlerweile ein Besuchstienst entwickelt weil mein Klient hatte Tatsächlich niemanden.

00:23:03: Also er ist geschieden, hat auch keine Kinder und er hatte zu außenwelt überhaupt keinen Kontakt mehr.

00:23:09: und mein Trainer ist dann zu ihm gegangen und hat ihn sozusagen sein Handy gezeigt wie er damit das tun kann was er dann gebraucht hat und dadurch dass sich diese Freundschaft daraus entwickelt hat nachdem dann dieser Trainings beendet waren haben wir gesagt hey wir nehmen den doch einfach bei uns auf dem Besuchstienst mit aus begleiten ihn weiter hin und besuchen ihn nach.

00:23:29: Und die Zweifel stehen sich unglaublich, also das ist wirklich Wahnsinn!

00:23:35: Die schicken mir manchmal auch Fotos wo sie gemeinsam Eis essen gehen oder so.

00:23:39: Das ist richtig lieb.

00:23:41: Also das sind Freunde fürs Leben geworden.

00:23:43: Das sind die echt

00:23:44: wunderschöne Geschichten, oder Monika?

00:23:46: Ja,

00:23:46: der Kreuz

00:23:47: so schreibt mit den Schreibwilligen

00:23:50: auf.

00:23:51: Es zeigt auch wieder das rote Kreuz hat, der in vielen Bundesländern den Besuchs und Begleitens, der von Freiwilligen angeboten wird.

00:24:00: Und oft tun sich die Freiwillige gerade bei dieser Dienstleistung schwer zu beginnen.

00:24:05: oder auch die Klienten – da kommt jetzt jemand zu mir auf Besuch und was ist unser gemeinsames Thema?

00:24:11: Also wie können wir jetzt miteinander in Kontakt treten?

00:24:15: Das ist ja aus meiner Sicht eine ganz hohe Kunst mit jemandem eine Beziehung aufzubauen ohne dass jetzt ein konkreter Anlass ist.

00:24:24: Sondern ich komme in ein Zuhause, die Person ist alleine und ich komme hier ins Gespräch und das sich da wirklich eine Beziehung

00:24:32: aufbaut.".

00:24:33: Und da sind natürlich gerade diese Digital Trainer-Rennen natürlich auch besonders gute Möglichkeit denn man hat einen Auftrag!

00:24:43: Ich möchte also sowohl von Seiten des Kleinten der ruft nicht an und sagt Das übersteigte auch jedes Schamgefühl irgendwie, sondern der ruft an und sagt ja ich bräuchte Unterstützung.

00:24:56: Ich möchte mich am Handy besser erkennen lernen und für die Freiwilligen ist es auch leichter weil da hat man gleich einmal ein gemeinsames Thema und dann kann sich diese Beziehung entwickeln.

00:25:06: Dann

00:25:06: kann man ja rüberkommen um die Welt blau

00:25:07: oder richtig?

00:25:09: Aber man hat wenigstens

00:25:11: mal einen sinnvollen Körper.

00:25:12: Der Staat

00:25:13: ist

00:25:13: über ein bestimmtes Thema guter zusätzlicher Nebenaspekt, der sich durch diese Trainings entwickeln kann.

00:25:23: Da dann daraus ein Besuchstin wird und da ist es dann auch leichter wenn vielleicht eine Kollege nicht mehr kommen kann jetzt den Besuch sind sondern der sagt er hat mal bekannte die kommt jetzt an und dann tut man sich auch schon wieder leichter weil dann kann man über das reden was vorher war Konkret ein Anknöpfungspunkt.

00:25:42: Aber das haben wir immer gesehen und besuchst uns, dass es schwierig ist wenn nur jemand so ins Zuhause kommt wie... Wie starte ich mit diesem Beziehungsaufbau?

00:25:53: Vom Ablauf her, wie schaut das dann genau aus?

00:25:56: also ich melde mich beim Roten Kreuz und wie geht's denn weiter?

00:26:02: Also das Angebot ist sehr niederschwellig bei uns.

00:26:05: die älteren Menschen können mit ihren Fragen und Anliegen zu uns kommen und sagen wobei sie unterstützen brauchen.

00:26:11: Es gibt also keinen fixen Lehrplan, sondern wir orientieren uns ganz individuell an der jeweiligen Person und ihrer Anfrage.

00:26:21: Das nächste ist natürlich bei uns dann auch das Thema Vertrauen.

00:26:25: Das rote Kreuz genießt in der Bevölkerung tatsächlich ein sehr hohes Vertrauen und gerade wenn es um persönliche Themen geht wie Smartphone, digitale Behördenwege oder Online-Banking ist dieses Vertrauen dann natürlich sehr wertvoll.

00:26:40: die Menschen wissen dass sie mit ihren Fragen zu uns kommen können und dass sie auch ernst genommen werden.

00:26:47: Die Trainer und Trainerinnen arbeiten dann gemeinsam mit den Klienten an deren eigenen Geräten.

00:26:53: Wir erklären die einzelnen Schritte, probieren sie gemeinsam aus und lassen die Klientin dann auch anschließend möglichst viel selber machen.

00:27:02: Das Ziel ist einfach die Hemmschwelle abzubauen und den Menschen Sicherheit zu geben.

00:27:07: Sie sollen am Ende nicht nur wissen, wie etwas funktioniert sondern auch das Vertrauen haben ist selbstständig und sicher im Alltag anzuwenden.

00:27:14: Und wie oft versteht man es ja nicht beim ersten oder zweiten Mal?

00:27:19: Wie oft kann ich jetzt sage ich mal diese Dienste in Anspruch nehmen?

00:27:22: einmal eine Woche oder einmal ein Monat?

00:27:25: Also wir vereinbaren eigentlich vorab immer wieder eine Zeitperiode mit dem Klienten gemeinsam.

00:27:31: also wir fragen bei der Ersten Anfrage dann an welchem Stand sie sind, ob Sie schon erste Erfahrungen haben oder ob sich überhaupt nicht auskennen und anhand dem erstellen wir dann eine Zeitperiode.

00:27:43: Es gibt aber natürlich Themen Klienten, wo wir dann sagen okay diese Zeitperiode wird dann überschritten.

00:27:50: Das ist aber überhaupt kein Problem weil wir dann auch sagen es ist wichtig dass sie das dann am Schluss auch können, dass dieses Lernziel erreicht wird und nachdem Sie das dann quasi selber machen können und sich fit fühlen, beenden wir mal das Training.

00:28:05: Aber es könnte natürlich sein, dass die Personen sagen ja eigentlich würde ich gerne noch was anderes dazu lernen weil sie ja dann diesen gewissen Kick haben, sag ich mal.

00:28:13: Weil Sie ja was gelernt haben und gesehen haben, dass Sie es geschafft haben.

00:28:17: Dann wollen Sie noch mal etwas Neues lernen und dann stellen wir einfach nochmal einen neuen Zeitplan.

00:28:21: Genau!

00:28:21: Und wir kommen dann meistens einmal pro Woche für circa eine Stunde zu Ihnen nach Hause.

00:28:27: Manchmal ist das aber auch so... und das ist tatsächlich meistens so, dass die Trainer nicht nur ne Stunde dort sind sondern meistens zwei Stunden.

00:28:35: Die Zeit vergeht dann wie

00:28:36: im Fluge.

00:28:38: Stichwort Vertrauen.

00:28:40: Rolle spielt denn das, genau für ältere Menschen, doch fremde Menschen am Anfang in ihr Eigenheim kommen zu lassen.

00:28:49: Da genießt eben das rote Kreuz ein besonderes Vertrauen oder?

00:28:54: Ja schon!

00:28:55: Das Rote Kreuze ist ja österreichweit international bekannt als große Organisation und die wirklich einerseits Wenn es Krisen gibt, immer da ist.

00:29:06: Aber auch im Alltag habe ich jetzt ein Rettungsdienst im Krankentransport oder in der Pflege und Betreuung.

00:29:11: also Es ist wirklich eine sehr große Organisation Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ja glaube ich wirklich auch In allen Bereichen sehr gut geschult und gehen einem wirklich auf den Menschen zu.

00:29:27: Ich glaube die Bevölkerung in Österreich weiß, sie können sich auf das rote Kreuz verlassen.

00:29:33: Und das ist glaube ich da ein ganz wichtiger Punkt.

00:29:36: Ja, die digitalen Trainerinnen... Individuelle persönliche Schulungen.

00:29:42: Es gibt natürlich mehr Digitalisierungsschulungen, aber ganz viele sind einfach online was dann auch nicht immer ganz leicht ist.

00:29:50: ihr macht es wirklich direkt mit persönlichem Kontakt.

00:29:55: wie wichtig ist denn genau

00:29:57: das

00:29:58: gerade in diesen digitalen Seiten?

00:30:00: Also ich habe sie vorhin schon ein bisschen erwähnt.

00:30:03: Gerade bei uns in den ländlichen Regionen sind wir zum Teil auch der einzigste soziale Kontakt nach außen hin und deshalb ist das so wichtig, dass man diesen persönlichen Kontakt hat.

00:30:14: Bei diesen Online-Kursen, die du gerade erwähnt hast ist es leider so dass man dann in einer Gruppe zusammensitzt zum Teil auch überfordert sein kann und bei uns ist das eben ein individuelles Angebot.

00:30:26: Das sich wirklich auf der Augenhöhe von den Klienten bewegt.

00:30:30: Das heißt wir schauen dann, dass sie wirklich in ihrem eigenen Lerntempo das lernen was Sie lernen möchten.

00:30:37: weil in so einem online Kurs gibt es ja meistens vorgegebenen Lernpaket.

00:30:42: Und den gibt's ja bei uns nicht, bei uns lernen sie wirklich nur das was Sie lernen möchten.

00:30:46: wenn es bei einem online Kurs zum Beispiel heißt okay und heute lernen wir wie man WhatsApp installiert und wie man es verwendet gut dass machen sie dann in einer Stunde und damit ist gut der eine ist wahrscheinlich schneller die andere natürlich etwas langsamer aber das ist ja dem kursgeber dann eigentlich ziemlich egal ob die Person jetzt mitgekommen ist oder nicht, weil er muss hier dann schauen ob die Runde dann komplett weitermachen kann in seinem Lernen nach seinen Lernvorgaben.

00:31:12: Aber bei uns ist das eben nicht der Fall.

00:31:14: wir schauen dann wirklich individuell.

00:31:16: Wir zeigen zuerst mal wie installiert man das Dann zeigen wir zuerst einmal wie man da überhaupt seine Nummer einrichtet, dann zeigen wir auch wie man einen Status hoch lädt und wie man Nachrichten verschickt, wie man Videotelfonien macht Und wir gehen das einfach Schritt für Schritt durch.

00:31:29: und deshalb ist es so wichtig dass man diesen persönlichen Kontakt hat weil man bei einem Einzeltraining natürlich auch viel einfache Fragen stellen kann, wenn man dann weiß okay dieser Trainer ist jetzt nur für mich da.

00:31:43: kümmert sich jetzt nur noch um mich und nicht um die gesamte Gruppe.

00:31:46: Ja, und maschiniert sich vielleicht auch ein bisschen weniger...

00:31:50: Die Angst

00:31:51: zu plamieren ist reduziert!

00:31:53: Weil da kann ich mehrmals nachfragen und das hört nicht die ganze Gruppe mit.

00:31:58: Das ist das eine glaube ich was ein wichtiger Anteil bei diesem Einzeltraining aber auch dass es auf meinen Erfahrungen ansetzt weil wie vorhin gesagt habe im die Gruppe der älteren Menschen ist sehr heterogen Erfahrungen.

00:32:13: Und das ist hier wirklich besonders, da setzt man bei diesen persönlichen Erfahrungen an und da kann man dann ja ganz anders wirksam sein.

00:32:21: also wenn ich jetzt nur dieses Pauschal angebart habe was für die einen ist es zu viel, für die anderen ist es so wenig und vielleicht von zehn Leuten passt's nur für zwei.

00:32:30: Also das ist glaube ich schon noch ein wirklich ganz besonderes.

00:32:35: Fakt ist jetzt aber

00:32:35: auch,

00:32:36: dass die digitalen Trainerinnen

00:32:38: nicht

00:32:39: unbedingt nach Hause kommen müssen.

00:32:41: Also man kann sich eigentlich ja auch woanders treffen oder?

00:32:43: Ja ganz richtig!

00:32:44: Es besteht auch die Möglichkeit, dass man sich an einer Rotkreuz-Schnittstelle trifft und auch wo anders.

00:32:50: Aber wir haben im Roten Kreuz überall... gute Schulungsräumlichkeiten oder auch Besprechungsräümlichkeiten, wo man dieses Training machen kann.

00:33:00: Wenn man nicht alleine kommen möchte, kann man auch mit einer Freundin oder einen Freund mitnehmen.

00:33:05: dann hat man vielleicht ein besseres Sicherheitsgefühl.

00:33:08: also hier gibt es viele Möglichkeiten und das kann man gemeinsam mit dem Trainer oder der Trainerinnen vereinbaren wie man es gerne machen möchte.

00:33:17: Ja abschließend digitale TrainerInnen einfach ganz tolles Projekt, auch in ganz Vorrang gegen Altersdiskriminierung.

00:33:30: Dass wir da vielleicht noch darüber sprechen wie wichtig ist das tatsächlich?

00:33:36: Ja also häufig entsteht ja in der Gesellschaft das Bild die Alten können das nicht mehr lernen.

00:33:44: Oder wozu brauchst du das, kürzlicher Welcher erlebt?

00:33:47: Dass eine ältere Person wollte JGPD aufs Handy herunterladen und dann haben die Kinder oder die Enkelkinder weisen mir und gesagt, na wuzu brauchst Du

00:33:56: JGBD?!

00:33:57: Und also... Das passiert oft so unbewusst!

00:34:03: Ohne mein hat nicht das Zutrauen, dass sie das können.

00:34:07: Oder wozu könnten Sie das nutzen?

00:34:09: Dabei braucht man heute in vielen Lebensbereichen diese KI auch.

00:34:14: und vorbei da haben wir jetzt gar nicht darüber geredet.

00:34:17: Diese Schwierigkeit dieser Fake News oder auch von KI die Gefahren die damit entstehen.

00:34:22: also beim Jeden Tag in den Medien hört man jetzt darüber, was da passieren kann und das verunsichert natürlich die Älteren noch mehr.

00:34:31: Weil sie also gerade Artificial Intelligence oder künstliche Intelligenz.

00:34:35: ich denke mir auch jeden Tag wenn ich mein Smartphone anschaue bei den Nachrichten ist es jetzt so echt weil es wenn ihr auf YouTube gehe oder sonst irgendwas wo ist er jetzt?

00:34:46: Also kann ich dem nicht glauben.

00:34:51: Ich arbeite viel jetzt digital, aber ich bin in der letzten Zeit schon eher verunsichert.

00:34:58: und diese ganzen Fishing-Mails und was man alles kriegt.

00:35:02: Also weiss mal zurzeit wäre ich jeden Tag geblackt drei Mal für nirgend einem Inkassobüro.

00:35:08: Ich muss jetzt dringend überweisen und ich weiß nicht was alles.

00:35:11: Und im ersten Moment wie ich das E-Mail gekriegt habe, hab ich mir gedacht, ob ich da etwas bestellt oder nicht?

00:35:17: Dann bin ich nachschauend gegangen Das weiß, also vergisst man dann ja wieder.

00:35:22: Da ist man wirklich sehr verunsichert und mit der Altersdiskriminierung.

00:35:28: das ist nicht bewusst sondern unbewusst.

00:35:32: Man traut es auf den älteren Menschen nicht zu, dass sie da noch was Neues lernen, damit sie mit dem umgehen können.

00:35:39: aber Sie können es auch wohl, wenn sie die nötige Unterstützung kriegen wir durch diese digitalen Trainerinnen, damit sie damit umgehen können.

00:35:48: und das ist glaube ich der zentrale Punkt dabei.

00:35:51: Diese

00:35:51: große Angst gegen das KI angesprochen Fake News.

00:35:55: wie sind da deine Erfahrungen?

00:35:58: Also wir versuchen die Leute dort abzuholen, wo sie gerade sind.

00:36:02: Du hast ja vorhin auch gesagt Altersdiskriminierung.

00:36:04: auf der einen Seite erwartet man das auch die älteren Menschen zum Beispiel sich online ein eigenes Ticket kaufen aber auf der anderen Seite sagt man dann ja künstliche Intelligenz.

00:36:13: also sollen Sie jetzt mal die Finger davon lassen.

00:36:16: Das eine schließt das andere nicht aus.

00:36:18: Und deshalb müssen wir einfach die Leute dort abholen, wo sie sind.

00:36:21: Es ist natürlich bei jeder Person dann unterschiedlich mit den Interessen... Die einen interessiert Chatchabiti wahrscheinlich gar nicht, die dann sagen durchs Braus wirklich nicht.

00:36:29: Auch gut ne?

00:36:30: Ja also man muss ja nicht bei allem mitmachen!

00:36:33: Ist ja okay wenn man sich selber dazu entschieden hat.

00:36:36: aber wenn es halt tatsächlich Personen gibt, die das lernen möchten, dann zeigen wir ihnen auch wie das funktioniert und wir zeigen ihnen auch die Gefahren, die auf Sie zukommen könnten.

00:36:45: Ich glaube, das ist eben auch dieser Knackpunkt.

00:36:47: Dass wir Ihnen zeigen was es möglich.

00:36:50: aber hey seid auch behutsam!

00:36:52: Es können Gefahren lauern auf die ihr gewappnet sein soll und da ist eben das Wichtige.

00:36:59: Ich möchte nur sagen viele Menschen oder insbesondere ältere Menschen fühlen sich heute auch oft ausgeschlossen weil sie jetzt wollen vielleicht JTBD gar nicht verwenden bei diesen ganzen Begriffen, die in der digitalen Welt verwendet werden.

00:37:16: Zwei Faktor-Autentifizierung zum Beispiel.

00:37:19: Das ist ja eine ganz häufige Methode, die man verwenden muss.

00:37:24: aber wenn jemand sagt, da brauchst du jetzt die zwei Faktautentifozierung oder uploaden und nimm den Browser Da ist man schon komplett überfordert, aufgrund dieser Fachsprache.

00:37:39: Und dann fühlt man sich oft ausgeschlossen!

00:37:42: Dann hat man so das Gefühl da ist eine Welt die jetzt schon parallel von mir... ich bin jetzt in der realen Welt.

00:37:50: aber was sonst noch rundherum ist, fühlt Man sich ausgeschlossener und das für unsichert.

00:37:55: natürlich enorm wenn man nicht mehr weiß was passiert da und da ist ja schon eine große Hilfe wenn man durch diese Trainerinnen nur die Gewissheit hat.

00:38:04: Das sind jetzt Fachbegriffe, also zum Teil sehr im technischen Bereich.

00:38:09: aber nur das bedeutet nicht dass ich alles verwenden muss.

00:38:13: Aber ich kenne mich einfach besser aus und weiß was ein bisschen dahinter steckt ja?

00:38:18: Ich glaube, das ist ein großer Punkt, dass sich viele da verunsichert werden.

00:38:22: Was darunter passiert?

00:38:24: Vielen

00:38:24: Dank, du hast es jetzt wirklich so super auf den Punkt gebracht!

00:38:27: Jetzt haben wir da so richtig ein tolles Bild und wie wichtig einfach dieses Projekt der digitalen Trainer einfach ist.

00:38:35: Also ist das tatsächlich auch ein Großteil unserer Aufgabe Ihnen diese Angst

00:38:38: zu nehmen?

00:38:39: Ja also ich glaube wenn man ihnen diese Angst nimmt dann trauen sie sich auch einiges mehr zu tun.

00:38:45: Ich meine auch wir tun uns ja zum Teil schwer, oder?

00:38:48: Sobald das Handy ein Update hatte sieht es ja gar nicht mehr so aus wie's vorher aussah und wir müssen uns ja auch durchkämpfen.

00:38:54: aber wenn man den älteren Menschen sagt hey Du bist genauso gut wie die jüngere Generation und du kannst das genau so gut ausüben, wie wir auch.

00:39:02: Nur du müsst ihr jetzt einfach mal diese Zeit lassen und dich da durchkämpfen.

00:39:06: und wenn man ihnen dann diese Angst genommen hat, dann trauen sie sich tatsächlich viel mehr und dann sieht man auch, wie stolz Sie eigentlich auf sich sind!

00:39:14: Und das bewundere ich immer bei den älteren Personen weil das habe ich tatsächlich auch ein paar Mal mitgekriegt.

00:39:19: Die sind dann einfach so froh und stolz aus sich und können sagen, das habe ich jetzt selber gemacht.

00:39:23: Das ist ein Stück weit neues Leben!

00:39:28: Abschließend möchte ich noch... Ich weiß nicht ob es schon abschließende ist aber ich würde gerne erwähnen dass bei all diesen Apps in dieser digitalen Welt auf die Bedürfnisse der älteren Personen zu wenig Rücksicht genommen wird.

00:39:46: Also manche dieser Anwendungen, da ist die Schrift so klein!

00:39:51: Man kann das oft nicht lesen.

00:39:53: Dann wenn ich es größer mache dann sehe wieder ein Teil nicht wo mach' ich jetzt den Haken oder nicht?

00:39:59: Oder auch sie sind zu wenig intuitiv gestaltet.

00:40:03: also der wird wirklich noch Verbesserungspotenzial bei vielen dieser Anwendungen geben damit man vielleicht wenn das entwickelt wird das getestet wird, sondern dass man da vielleicht auch eine Gruppe ältere Menschen nimmt und schaut ist es für euch gut umsetzbar.

00:40:23: Ganz wesentlicher Punkt.

00:40:24: Ich

00:40:25: bin ja sehr felsichtig, also sowohl kurz als auch altesweitsichtig und ich tue mal oft beim Lesen so schwer.

00:40:32: Also das ist einfach viel zu klein aber schon groß gestellt habe.

00:40:36: und ja...also das wäre mir ein großes Anliegen dass das ein bisschen auf die ältere Zielgruppe bei vielen Anwendungen zugeschneidet wird.

00:40:48: Online Buchungen für die Arzttermäne oder so.

00:40:51: Also ich meine, jetzt Dick-Doc muss vielleicht nicht für die sixty-fünf-und-sechzig-Blussjährigen geschnitten sein werden?

00:40:57: Ja, schnell machen

00:40:58: wir den InStyle-Deck

00:41:00: mit Achtzig!

00:41:00: Da müssen wir uns alle anhalten, also da kommen Videos... Die will man manchmal

00:41:06: nicht mehr sehen.

00:41:07: Na gut das ist ein anderes Thema.

00:41:11: Selter fassen wir jetzt noch mal zusammen, uns hören viele Menschen zu.

00:41:16: Viele kennen vielleicht jemanden – das wäre doch was für meine Mama und mein Papa, wie immer – wo kann ich mich melden?

00:41:24: Und an wen richtet sich jetzt konkretes Angebot?

00:41:27: Das Angebot richtet es sich an ältere Menschen ab sechzig Jahren die Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien brauchen oder einfach sicherer und selbständiger werden möchten.

00:41:37: Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle ob sie schon Erfahrungen haben oder ob Sie wirklich ganz am Anfang stehen.

00:41:44: Wer Interesse hat, kann sich direkt beim Roten Kreuz melden und sich über das Angebot und die Möglichkeiten informieren.

00:41:50: Wir schauen dann gemeinsam welches Lernziel erreicht werden möchte und wie wir unterstützen können.

00:41:57: Was kostet das Ganze?

00:41:58: Das

00:41:58: ist kostenlos

00:42:00: Also einfach anmelden

00:42:02: Und los geht's!

00:42:04: Darf

00:42:06: ich noch kurz erwähnen?

00:42:08: Kostenlos ist es deshalb, da das Projekt vom Bundesministerium für Soziales gefördert wird und unterstützt wird.

00:42:17: Das wäre ein großes Anliegen wenn dieses Projekt auch weitergeführt werden könnte weil es doch sehr sinnvoll ist und was sehr viel Nutzen bringt.

00:42:26: ja

00:42:28: Das vor allem, ganz kurz wurde ich ja die Charme angesprochen.

00:42:32: Welche Rolle spielt denn ihr?

00:42:34: Oder welche Rolle darf sie gar nicht spielen bei der Anwältung?

00:42:37: Weißt du worauf ich hinaus bin als Leute irgendwie sagen ach aber eigentlich ständige ich mich da an weil ich kenne mir einfach so gar nicht aus weg mit der Charme oder

00:42:45: Ja,

00:42:45: natürlich.

00:42:46: Also jeder hat Kompetenzen aus seiner Arbeitswelt, aus seinem Privatleben und die sind vielleicht nicht im Digitalbereich.

00:42:55: aber es ist nie zu spät irgendetwas Neues zu lernen und man sollte das Vertrauen haben dass man das auch lernt.

00:43:03: Man hat halt sein eigenes Tempo und ja man kann immer wieder nachfragen.

00:43:08: also Wirklich nur keine Scham und das

00:43:11: macht noch Spaß.

00:43:12: Genau, es macht gar nichts aus!

00:43:15: Monika, vielen herzlichen Dank.

00:43:17: war ein sehr spannender Podcast zu einem extrem wichtigen Thema.

00:43:21: ich bin sehr froh dass wir das heute gemacht haben und dass ihr da wart.

00:43:24: Danke schön Zelda

00:43:25: alles Gute.

00:43:26: was ist die große

00:43:27: Vision bei den digitalen TrainerInnen von deiner Seite?

00:43:30: Also

00:43:30: meine Trainer freuen sich wirklich über jede Anfrage weil sie wollen den Menschen helfen und deshalb Kann ich einfach nur sagen, scheut euch nicht.

00:43:39: Kommt einfach auf uns zu!

00:43:40: Das rote Kreuz ist da und wir wollen den Menschen helfen und wir sind dafür da.

00:43:44: Super,

00:43:44: danke schön, danke.

00:43:46: Danke Monika.

00:43:48: Ja damit herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

00:43:51: liebe Zuhörerinnen das war es vom Podcast von Roten Kreuz.

00:43:56: Für diesen Moment.

00:43:57: ja ich hoffe sie sind das nächste Mal wieder dabei und wenn Sie den Gefallen hat freuen wir uns natürlich wenn sie uns weiter empfehlen.

00:44:03: Machen Sie's gut bis zum nächsten mal.

00:44:05: Alles Schöne, Ihre Isabella Richter.